15 12 Zufriedenheit

Heute kein Märchen. Dieser Tage lese ich meine bisherigen Adventskalenderbeiträge durch. Bin gerade auf einen aus dem Jahr 2016 gestoßen. Er erscheint mir heute immer noch sehr wichtig. Und so wiederhole ich den Text hier:

Es ist genug. Für alle da.
Ich bin schon wieder beim Thema Zufriedenheit. Gerade, wenn ich mich so umschaue, in der Stadt, in den Werbe-emails, in den Zeitungen, in den Geschäften, den Buchläden – überall, wirklich überall wird mir ein Mangel eingeredet. Ja eingeredet.
Ich brauch noch dies und das zum Glücklichsein. Ich sollte so, oder so sein, dann wäre ich gut. Wenn ich dies und jenes habe, dann geht´s mir endlich gut. Ach ja und wenn ich so, oder so denke und handle, dann bin ich besonders toll. Leistungsdruck, Haben wollen, „es ist nicht gut genug“ überall, wirklich überall, wohin ich auch schauen….
Wirklich überall?

Es ist genug. Abgrenzung von diesen gemachten Wünschen und Bedürfnissen. Ich habe genug davon. Wirklich genug. Nein, dass brauche ich nicht mehr. Das will ich nicht mehr. Ich bin genug, gut genug so wie ich bin. Ich habe genug, so wie es ist. Es reicht.

Ja manchmal, da fehlt mir wirklich etwas, dass ich brauche – natürlich. Klar. Zum Beispiel gingen mir diese Woche meine Winterschuhe kaputt. Dann kaufe ich natürlich neue, sofern ich das Geld dazu habe.
Doch oft ist es eben nicht so, oft ist es nur diese dumme gemachte Bedürftigkeit, dieses gemachte Mangelempfinden, dieses Gefühl, es sollte anders sein, als es ist.

Es ist wertvoll, dass eine vom anderen zu unterscheiden. Ein klarer Blick, eine einfache Wahrnehmung, ein kurzes inneres Halt! Einatmen Ausatmen „Bin ich das?“ „Brauche ich das wirklich?“

Jetzt ist die Zeit zum Innehalten. Und dann sehe ich es… das Leben in Fülle, dass schon da ist. Wirklich. Wahrhaftig. Einfach. Ist. Jetzt. Und ich mitten drin, so wie ich bin. Geeerdet. Einfach so. Amen.

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