Bewegte Zeiten

Dieser Tage räume ich diesen blog auf. Ich lese alte Beiträge, lösche sie bzw. veröffentliche sie neu. Heute so: Die folgenden Worte habe ich nach der Bundestagswahl 2017 geschrieben. Sie passen auch heute noch gut zu meinen Gefühlen. Mit ein paar Hoffnungssprengsel zwischendrin.

Mein Leben fließt ruhig dahin und um mich herum toben die Stürme.  Das ist ein eigenartiges Gefühl. In den den Stürmen nach der Bundenstagswahl fühle ich mich machtlos und  ohnmächtig. Ich kann nichts tun, gegen diese unglückseeligen zutage tretenden rechtsradikalen Strömungen. Ich kenne nur sehr wenige Menschen, die sich in diese Richtung orientieren und ich weiß, dass mit ihnen heilsame Gespräche diesbezüglich nicht möglich sind. Eine Zeitlang hab ich versucht im Internet Stellung zu beziehen – doch im Dunstkreis von Hass, Beleidigungen und Schlimmeren möchte ich mich einfach nicht bewegen. Das macht mich krank. Eine Zeitlang habe ich die Geschehnisse in den USA um Präsident Trump verfolgt. Unvorstellbar, was da so passiert. Doch auch das ist energetisch, wie ein tiefer schwarzer Sog, der sehr viel Kraft kostet. Ich möchte mir gar nicht vorstellen, wie es Menschen dort vor Ort im Regierungsumfeld geht, wenn es mir so weit weg schon so nahe geht. Gruselig.

Was bleibt – ich lebe mein Leben – langsam und einfach. Ich fühle mit und nehme Anteil. Mehr nicht.  Das Leben – ein Kommen und Gehen – Wellen mal näher, mal ferner – doch immer zur Mitte hin. Was, wer ist meine, deine Mitte in diesen bewegenden Zeiten? Mhm…. was bleibt, wenn wir diese ganzen aufgebauschten, schnellen, hysterischen, gemachten …. Wirklichkeiten beiseite lassen? Was bleibt?

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