Adventskalender 2018 – märchenhaft

Worte zum 1. Dezember

Hoi, ich fange heute noch einmal neu an mit dem Adventskalender. Gestern war ich noch nicht soweit. Es fehlte mir die Inspiration. Doch jetzt ist sie da. Juchheee.
Wenn ich mir so meine Adventskalender hier im blog, der letzten Jahre anschaue und nachlese stelle ich fest, dass was mir damals für den Advent wichtig und richtig erschien, ist mir heute auch noch wichtig und richtig. Und das sind meine Richtigkeiten und Wichtigkeiten. Deine mögen ganz andere sein.

HIer ein kleiner Rückblick:

Advent ist für mich Ruhe, Stille, Dunkelheit, Zurückgezogenheit, Zurückgeworfen auf mich selbst in meine Dunkelheiten hinein. Advent ist für mich immer verbunden und vertieft mit dem winterlichen Geschehen in der Natur. Ich kann das nicht getrennt sehen. Zurück zu den Wurzel, zurück in die Erde – also eigentlich genau das Gegenteil, was dieser Tage alles so im Außen geschieht. Dort finde ich den adventlichen Funken selten. Ich will in positiver Grundstimmung bleiben im Advent, deshalb keine „früher war es besser“ (war es nicht, echt jetzt!), keine Nachrichten für mich mehr in diesem Jahr (ich brauche Pause von den Kriesenherden in der Welt).

Weniger ist mehr, so viel mehr. Wie soll ich im Außen bestehen, wenn ich nicht in mir selbst verwurzelt bin? Adventliche Farben sind für mich Grün, Braun, Rot, Lila und natürlich Schwarz. Es braucht diese Rückbesinnung und ich bin immer wieder dankbar dafür, dass unser Eingebundensein in die Natur uns zum Innehalten einlädt. Advent in Australien sollte anders sein, als Advent hier in Deutschland. Soweit so gut.

Als Christin ist mir die religiöse Dimension des Ganzen natürlich wichtig. Wir warten auf die Ankunft Jesu Christi. Wie will er ankommen, wenn wir schon angefüllt sind mit allem Möglichen und Unmöglichen. Da ist kein Raum und kein Platz und keine Zeit für. Jetzt ist die vor-geburtliche Zeit. Mutterleib und Dunkelheit. Da fällt mir der  wohlbekannte Spruch ein: Und wäre Christus tausendmal in Bethlehem geboren, doch nicht in dir… das führt mich ganz persönlich zu einem „Die, die ich bin, will aus mir heraus geboren werden.“ Dann ist Weihnachten. Erst dann. Jetzt noch nicht. Jetzt ist Advent.

Und nun zur Inspiriation. Märchen inspirieren mich. Märchen bergen tiefe Weisheiten und Erfahrungen in sich. Sie regen zu nachdenken an. Deshalb werde ich im Adventskalender täglich in meine Märchensammlung greifen. Ein Märchen lesen. Daraus zitieren und Bilder dazu gestalten. Juchheee. Ich freu mich drauf.

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